Im Zuge der Fraktionssitzung der Kreistagsfraktion der Freien Wähler wurde mit dem Geschäftsführer der Schotterwerke Hohenlohe-Bauland GmbH & Co. KG Dr.-Ing. Martin Westermann eine Besichtigung des Steinbruches Eberstadt durchgeführt. Neben den Kreisräten nahmen auch Freie Wähler aus den umliegenden Gemeinderäten teil.

Insgesamt brachte man 1, 5 to interessierte Freie Wähler auf die Waage. (Siehe Bild)

Die SHB wurde 1991/92 als Zusammenschluss von 12 Schotterwerken aus der Region Hohenlohe-Bauland gegründet. Derzeit findet in acht Schotterwerken die Rohstoffgewinnung und Weiterverarbeitung statt.
Mit zur Zeit 58 Mitarbeitern werden sämtliche für den Tief- und Straßenbau benötigten Materialien sowie die Zuschlagstoffe für Beton- und Asphaltindustrie und die Sonderprodukte für den Garten- und Landschaftsbau hergestellt. Der gewonnene Rohstoff besteht hierbei ausnahmslos aus Kalkstein.
Bereits seit mehreren Jahren ist die SHB auch Ansprechpartner für Recyclingbaustoffe. Hierzu werden Baurestmassen angenommen und zu hochwertigen Recyclingbaustoffen weiterverarbeitet.
Die Annahme von unbelasteten Erdmassen aus Tiefbaumaßnahmen runden die Angebotspalette ab, so dass sich die SHB als kompetenten Partner für alle Problemstellungen des Tief- und Straßenbaues sieht.
Der Steinbruch Eberstadt an der Gemarkungsgrenze zwischen Eberstadt und Bödigheim gelegen wurde bis zum Jahre 1973 von der Firma Bau Bonn aus Walldürn betrieben. In diese Zeit, genauer in das Jahre 1971 fällt auch die Entdeckung der Eberstadter Tropfsteinhöhle.
Abgebaut wird nahezu die komplette Schichtenfolge des Unteren Muschelkalkes mit einer Mächtigkeit von 42 m.
Nach dem Abzug der Firma Bonn nach Götzingen verpachtete die Stadt Buchen den Steinbruch an die Firma Albert Ferenc in Hettingen. Im Jahre 1988 trat die Firma Hohenloher Schotterwerke GmbH & Co. KG zu den ursprünglichen Gesellschaftern hinzu.
Es entstand die Firma Schotterwerke Ferenc GmbH & Co. KG, die den Steinbruch im Jahre 1991 in die neugegründete Schotterwerke Hohenlohe-Bauland GmbH & Co. KG einbrachte.
In den Jahren 1989/90 wurde eine komplett neue Aufbereitungsanlage errichtet, die das alte, unmittelbar an der Straße gelegene Schotterwerk ablöste. Im Jahre 1994 folgte der Neubau einer Einfachbruchsieb- und Siloanlage. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen unserer Kundschaft folgte im Jahre 1995 der Neubau einer HGT-Anlage mit Doppelwellendurchlaufmischer.
Durch den schmalen langezogenen Abbau parallel zur Tropfsteinhöhle wird in Eberstadt nach dem Prinzip „load and carry“ direkt mit einem Radlader in den Schlagwalzen-Vorbrecher gefördert. Dies bedingt allerdings die Umsetzung des Vorbrechers alle 2 – 3 Jahre in Abbau-Richtung. Der Abtransport des vorgebrochenen Materials erfolgt mit Förderbändern energetisch sparsam und ökologisch sinnvoll.

Nach den Ausführungen von Herrn Dr. Ing. Martin Westermann begaben sich die Teilnehmer zur anschließend Kreistags Fraktionssitzung im Badischen Hof in Schlierstadt.

 


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    • 04.12.2018
    Fraktionssitzung / Gemeinderatssitzung 19:30 Uhr 04.12.2018